Turnverein 
1865 Kraiburg e.V.

Stockschützen

(Eis-)Stockschießen ist ein alter Volkssport und historisch gesehen dem Brauchtum zuzurechnen, das sich in Gegenden mit zufrierenden Gewässern verbreitete und infolgedessen nur im Winter gespielt wurde. 

TV Kraiburg Stockschützen

In der heutigen Form als Freizeit- und Leistungssport wird ganzjährig geschossen und zwischen dem Mannschafts-, Weiten- und Zielwettbewerb unterschieden.

Stocksport ist ein Präzisionssport und hat in vielen Dörfern und Gemeinden einen historischen Hintergrund.

Relativ spät erst 1972 haben sich die Stockschützen als Abteilung des Turnvereins organisiert und entlang des Nachbargrundstücks Hecht neue Stockbahnen errichtet. Offenbar wurde auf den Bahnen auch Tennis gespielt, was den damaligen Ausschuss bewog, ein entsprechendes Verbot auszusprechen. Adi Heller war zu dieser Zeit Abteilungsleiter. In der Generalversammlung vom November 1976 konnte er verkünden, dass sich die Stockschützen an zahlreichen Polkalturnieren und Kreismeisterschaften beteiligt hatten und das traditionelle Bandlschießen mit großem Erfolg durchgeführt wurde. 

Bereits 1977 übernahm Alois Hofer die Abteilung, die damals 17 Turnierschützen und 6 Freizeitschützen umfasste. Die Stockschützen nahmen viele Jahre hindurch am offiziellen Sportbetrieb teil, stiegen im Winter 1983/84 in die A-Klasse auf und konnten die Klasse ein Jahr später behaupten. Die Protagonisten aus dieser Zeit waren Franz Lanzinger und Peter Christian, der sich auch mehrmals für die deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte. 1985 wurde der Kreispokal auf Asphalt in Waldkraiburg und 1987 der Landratspokal gewonnen.

Im Herbst 1990 wurde die Asphaltbahn neu geteert. Danach wurde es langsam still um die Stockschützen. Der Spielbetrieb wurde eingestellt, und auch das Interesse am Freizeitschießen wurde nach und nach geringer.

Vielleicht finden sich wieder ein paar „Präzisionsschützen“, die es mit diesen schönen Sport probieren wollen!